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Allgemein

Kubb bzw. Wikingerschach ist ein Geschicklichkeitsspiel mit strategischen Elementen. Es symbolisiert eine Schlacht, in der zwei verfeindete Gruppen für ihren König kämpfen. Wer den feindlichen König besiegt hat die Schlacht gewonnen. Dabei geht es nich um den Raumgewinn oder die besetzung bestimmter Punkte auf dem Feld, sondern um das Schlagen der gegnerischen Kämpfer. Wie bei der richtigen Feldschlacht verändert sich das Bild auf dem Feld immer wieder.

In der heutigen Form wird Kubb bzw. Wikingerschach seit circa 1990 gespielt, teilweise wird Kubb auch als „Hägars Wikingerschach“, „Wikingerspiel“, „Bauernkegeln“, „Stöckchenspiel“ oder „Wikingerkegeln“ bezeichnet.

Kubb wird in fast allen Sprachen identisch geschrieben und ausgesprochen: So wird Kubb in cs: Kubb, da: Kubb, en: Kubb, eo: Sveda blokludo, es: Kubb, fr: Kubb, it: Kubb, nl: Kubb, no: Kubb, pl: Kubb, ru: Кубб (игра), sv: Kubb (spel)


Die Geschichte des Kubb

Hier ein kleines Video zur Kubbgeschichte. Der Film ist ein Studienprojekt für den Kurs CutUp an der Fachhochschule Potsdam.

Wikinger Schach

vor unserer Zeitrechnung

Ägypten

Das älteste einem Kubbspiel ähneln des Spiel wurde in einer vor ca 5200 v.Chr entstandenen Grabkammer** gefunden.

Griechen

Auch die alten Griechen kannten ein Spiel, welches Kubb bzw. Wikingerschach gleicht, es wurden jedoch Steinblöcke statt Holzscheite** verwendete.

1000 nach Chr.

Die Wikinger sollen den direkten Vorläufer des heutigen Kubb gespielt haben. Das Spiel wurde mit "Vedkubbar" (Schnittholz auf Schwedisch) gespielt bzw. wurden Kubb (schwedisch für Hack- oder Holzklotz) verwendet. Die Wikinger sollen auf ihren Festen und in ihrer Freizeit damit Schlachten imitiert haben. Es soll in den Anglo-Saxon Chronicle eine Beschreibung des Kubbspieles anlässlich des Sieges von Assandun um 1016 geben**. Die genaue Passage, welche sich auf Kubb bzw. Wikingerschach bezieht liegt dem Kubbwiki leider nicht vor.

Mittelalter

Durch die Hanse soll Kubb bzw. Wikingerschach bis Ende des 14. Jahrhunderts in Skandinavien, England, Frankreich und Deutschland Verbreitung gefunden haben, bevor es vollkommen in Vergessenheit geraten ist.

1930 nach Chr

Es gilt soweit als ziemlich gesichert , das Kubb mit den heute bekannten Spielregeln und auch unter seinem jetzigen Namen bereits in den 30iger/40iger Jahren des 20. Jahrhunderts in den Parkanlagen Stockholms gespielt wurde.


    • Hier werden noch Nachweise und Bildmaterial gesucht!

Arbeiterspiel

Andere Quellen gehen davon aus, dass sich die heutige Form des Kubb bzw. Wikingerschach erst 1900 bildete.

1900

Das Spiel in der heutigen Form soll auf den Unternehmer Egmund Franzén aus dem Dorf Kubbe in der Nähe von Bredbyn im nordlichen Ångermanland stammen. Um die triste Freizeit der Arbeiter zu verschönern, kam der Fabrikant die Idee "Holzklötze zu werfen". Als das Spiel weitere Verbreitung fand, wurde es Kubb nach dem Ort genannt.

Abwandlung

Andere Quellen gehen davon aus, dass es sich um eine Weiterentwicklung des Kyykkä handelt, welches in Karelien, Finnland und Estland unter vielen verschiedenen Namen wie: Kurnilöömine, Kriuhka, Köllöi, Keili, und Papin Tappaminen bekannt war. In Rußland ist das Spiel unter Gorodki bekannt.


Neuzeit

Der erste Kubb bzw. Wikingerschach Wettkampf in Deutschland soll 2002 vom Kubbsport e.V. Berlin vor dem Reichstag veranstaltet. Die German Kubb Masters werden seitdem jährlich ausgetragen. In den Niederlanden finden die Dutch Open seit 2002 einmal im Jahr statt. Das erste Swisskubb Challenge Kubbturnier in der Schweiz wurde am 29. Mai 2004 in Murten durchgeführt. Kubb bzw. Wikingerschach wird nun auf der ganzen Welt gespielt. Die einzelnen Portale auf kubbwiki.de zeigen, wo weitere Kubbhochburgen zu finden sind.


Aktuelle Entwicklungen

Unter der Jahresübersicht finden sie alle Artikel der entsprechenden Jahre. Weitere geschichtliche Informationen können auch den aktuellen Ereignissen entnommen werden.

Quellen

http://www.woodsnipers.de/kubbregeln/geschichtedeskubbsports/index.html

http://www.kubbturnier.de/news/pressetext_und_fotos.html

http://kubb-klub-luzern.jimdo.com/kubbspiel/geschichte/

The Anglo-Saxon Chronicles, ed. and tr. Michael Swanton, 2nd ed. (London 2000), p. 103

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